Hannes Hus

Südstube

Ein Rundgang in Hannes Haus beginnt, indem man durch die Südtür geht und in die Diele kommt. Nach rechts kommt man in die Südstube oder „Synderdånsk”, wie die Stube nach Fanø-Art heißt. 
Mitten vor der Innenwand steht ein Beistellofen („Bilægger“). Durch den „Bilægger” kommt die Wärme vom Ofen in der Küche.

Die Alkoven in der Stube oder auch „tætsenge“, wie sie auf Fanø heißen, sind die wärmsten links vor dem Beistellofen, die für das Notlager erhalten wurden, nachdem sie das letzte Mal in Gebrauch waren.

Gegenüber dem Beistellofen auf der Fensterwandseite und auf den zwei Seitenwänden sind wie in allen Fanøhäusern holländische Fliesen angebracht, deren Funktion es gewesen war, die sparsame Wärme vom Beistellofen zurückzugeben.

Von der Südstube geht eine Tür in ein Schlafzimmer und zur Nordstube, die Karens Nähstube war, und von dort geht eine Tür in eine kleine Schlafkammer. Ein Teil dieser Kammer muss ein Alkoven gewesen sein mit einer Tür zur Nordstube. Im Fußboden des Schlafzimmers sieht man eine Klappe zum Kellerraum, wo man zum Beispiel der feine Fußbodensand aufbewahrt wurde.

Küche und Speisekammer

Backofen und "gruekeddel"
In der Küche, deren Bemalung zu Beginn des 18. Jahrhunderts ausgeführt wurde, hängen und stehen alle Küchengeräte, Kupferkessel, Schalen und Kannen, die zu einem Haushalt jener Zeit gehörten. Vieles aus Porzellan und Fajancen-Schalen sind englischen Ursprungs und sind leicht wiederzuerkennen auf Exners bekannter Malerei „En Reprimande“, wovon der Maler Hanne eine Reproduktion gewidmet hat, die in Hannes Stube hängt.

Auf der Wand sieht man unter den Geräten eine Bonbonzange, welche Hanne benutzte, um die von ihr bekannten Fanø-Bonbons herzustellen. Ihre Bonbons wurden von den Kindern der Stadt auch „skellebasser“ genannt.

Am Balken hängt ein kleiner Korb, der verwendet wurde, wenn Hanne oder ihre Töchter nach Nordby gingen, um besondere Einkäufe zu tätigen. Auf der ursprünglichen Feuerstelle steht jetzt ein Ofen. Durch die Klappe in der Rückwand wurde die Glut in den Beistellofen gelegt.

Neben der feinen Küche findet man eine Speisekammer und eine Waschküche, wo man find ein Backofen.

Der Stall

Von der Waschküche geht man hinaus in das Stall-Ende des Hauses, wo die Milchschafe im Winter standen. An einer Wand der Tenne hängt eine Anzahl Teigtröge aus Holz, die aus Russland mitgebracht waren.

Der kleine Garten beim Westgiebel des Hauses ist, wie gewöhnlich in der Stadt, umgeben von einem Tangdeich mit gebogenem Bocksdorn.

Fonden Gamle Sønderho, Landevejen 98, Sønderho 
DK-6720 Sønderho Fanø, Dänemark
Design og system: Therese Vendelhaven